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Kanada 1999/2

Letzte Änderung dieser Seite: 24.04.2003

Kanada 1999 - Teil 1 - Von Toronto nach Ottawa

Samstag, 11.09.1999 bis Montag, 13.09.1999


Heute wollen wir für ein paar Tage die Provinz Ontario verlassen und in die Provinz Quebec fahren. Damit verlassen wir auch den englischsprachigen Raum und begeben uns in den französischsprachigen - und wir verlassen den Teil Kanadas, der gerne kanadisch bleiben würde und reisen dorthin, wo man gerne unabhängig wäre.

Unser Ziel ist der Gatineau Park,  ein Provinzpark eine Autostunde nördlich von Ottawa. Übernachten wollen wir in der Jugendherberge Carman Trails. Als wir dort ankommen, sind wir wirklich angenehm überrascht: die JuHe ist klein und absolut gemütlich, die Leute dort sind total nett. Der Kanadier würde hierfür den Begriff "cosy" verwenden.

Und auch hier lernen wir wieder viele nette Leute kennen - viele Grüße an Takako aus Japan; Britta aus Deutschland; Rob, Phil und den Rest des Hostel-Staff und an die beiden Girls aus England!

Die JuHe liegt mitten in der Pampa, direkt vor der Haustür gehen einige schöne Wanderwege los. Einer davon führt z.B. zum Lac Brown.

Ganz in der Nähe von Carman Trails befindet sich ein alter Steinbruch, der jetzt zu anderen Zwecken benutzt wird: für Bungeejumping! Die Great Canadian Bungee Corporation hat dort eine stationäre Sprunganlage installiert, von der man sich aus 200 ft Höhe hinabstürzen kann, hinunter in den Steinbruch mit seinem 150 ft tiefen, herrlich blauen Wasserspiegel. Auch wenn Evi mich für verrückt erklärt, so wage ich trotzdem einen Sprung.

Wir nutzen die Tage im Gatineau Park zum Ausspannen. Evi geht einmal reiten, und für einen halben Tag mieten wir uns ein Kanu, mit dem wir auf dem Gatineau River paddeln gehen. Unvergeßlich wird mir wohl der Abend bleiben, an dem wir - also alle Gäste und Mitarbeiter der JuHe - um das Lagerfeuer saßen und das Nordlicht beobachteten. Die Farben am Himmel wechselten von grün über rot nach violett - einfach unbeschreiblich schön!

Dienstag, 14.09.1999

Au revoir, Gatineau Park! Wir fahren zurück nach Ottawa und nehmen auch noch Takako und Britta mit. Nachdem wir wieder in der JuHe eingecheckt haben, machen wir uns auf den Weg über den Ottawa River nach Hull. Dort wollen wir uns das Museum of Civilisation anschauen, daß sich mit der Geschichte Kanadas, angefangen bei den Inuit und Indianern über die Pioniere bis in die heutige Zeit befaßt.

Abends sitzten wir noch ewig lange mit Terry und John vor der JuHe und philosophieren über Gott und die Welt.

Mittwoch, 15.09.1999

Es geht wieder westwärts! Wir verlassen Ottawa in Richtung Toronto. In Kingston, am östlichen Ende des Lake Ontario, machen wir Halt und genießen die Kreuzfahrt durch das Archipel der 1000 Islands. Ein Besuch im Great Lakes Marine Museum stimmt uns auf unsere Übernachtung ein, denn diese erfolgt auf einem Museumsschiff:; auf dem ausgemusterten Eisbrecher "Alexander Henry" der Canadian Coast Guard

kann man jetzt Bed & Breakfast buchen.

Abends wollen wir gemütlich Essen gehen, doch wir werden jäh unterbrochen: Feuerwehrautos rasen vorbei, im nahen Yachthafen brennt eine Yacht komplett aus!

Donnerstag, 16.09.1999

Parallel zum Lake Ontario geht es zurück nach Ottawa. Wir nutzen die freie Zeit zu einem Bummel im Einkaufszentrum Yorkdale Plaza. Und abends widmen wir uns unserer Lieblingsbeschäftigung im Haus von Tante Leni: einer Partie Snooker

Freitag, 17.09.1999 und Samstag, 18.09.1999

Und weiter geht unsere Tour - wir fahren zu einem der größten Naturschauspiele der Welt, zu den Niagarafällen.

Und ich muß sagen, daß ich schwer enttäuscht bin: sicher, die Fälle als solche, die herabstürzenden Wassermassen

und das Getöse der Fälle sind schon beeindruckend, aber der Rummel, der rings um die Fälle herrscht, ist widerlich! Ein Jahrmarkt ist vom Rummel her nix dagegen. Und so verschwinden wir nach Besichtigung der Fälle und Bootstour mit der "Maid of the Mist" ganz schnell zur Jugendherberge.

Nachdem wir dort eingecheckt haben, machen wir uns auf den Weg zur "Niagara Wine Route" - man glaubt es nicht, aber die Gegend um die Niagarafälle ist ein Weinanbaugebiet.

Und die Weine von dort sind wirklich hervorragend, wie uns Weinproben bei den Weingütern Inniskillen, Reif Estates, Joseph's Estates und Hillebrand beweisen.

Abends machen wir noch einen kurzen Abstecher in das Niagara Falls Casino und besichtigen die kitschig illuminierten Fälle, aber das ist echt nix...

Und so brechen wir am nächsten Morgen wieder auf. Erster Stop sind die Schleusen des Welland Canal, eines Bestandteils des St. Lawrence Seaway, also der Großschifffahrtsstraße, welche den Atlantik mit den Großen Seen verbindet:

Von dort aus fahren wir weiter nach Kitchener, der heimlichen Hauptstadt der deutschstämmigen Kanadier, wo wir den Farmer's Market besuchen. Auf dem Rückweg nach Toronto kommen wir zufällig an der Sleeman-Brauerei vorbei, und da gerade Tag der offenen Tür ist, nutzen wir die Chance zu einer Besichtigung mit Verkostung.

Sonntag, 19.09.1999

Wieder einmal nutzen wir einen Tag für Shopping und Relaxing in Toronto.

Montag, 20.09.1999

Der letzte größere Ausflug: es geht nach Midland an der Georgian Bay. Dort wurde im 18. Jahrhundert durch französische Jesuiten eine Missionsstation zur Missionierung der Wendat (bei uns bekannt als Huronen) gegründet. Das Wendat-Dorf ist fast originalgetreu rekonstruiert, so daß man nachvollziehen kann, wie sie in ihren Langhäusern lebten:

Außerdem besichtigen wir dort das Indian Craft Museum, ehe wir über Orilia nach Toronto zurückkehren.

Dienstag, 21.09.1999 und Mittwoch, 22.09.1999

Wir nutzen die Zeit, um einen kleinen Abstecher nach St. Joseph's ins dortige Factory Outlet Center zu machen. Außerdem genießen wir den Flair von Toronto. Und wir schaffen es doch noch, den 553, 33 m hohen CN-Tower, den höchsten freistehenden Turm der Welt, zu besichtigen.

Und dann ist unser Urlaub auch schon wieder vorbei. Schade! Aber ich werde wiederkommen - zwar vermutlich (leider) nicht mehr mit Evi, aber egal...


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