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Alexanders Website - SCHWEDEN

Letzte Änderung dieser Seite: 24.04.2003

Im Juni 2002 reiste ich zum ersten (aber vermutlich nicht letzen) Mal nach Schweden. Es folgt ein Bericht über meinen Aufenthalt in diesem wunderschönen Land.

Freitag, 07.06.2002

Relativ zeitig kamen wir am Norwegenkai in Kiel an. Da noch genügend Zeit bis zum Check-In war, reichte die Zeit noch für einen kleinen Bummel durch die Kieler City und ein 2. Frühstück. Schließlich ging es mit dem Auto an Bord der „Prinsesse Ragnhild“ der norwegischen Reederei
Color-Line. Wirkte es auf dem uns zugewiesenen Autodeck noch recht chaotisch, so änderte sich das ganz schnell im Passagierbereich. Das Schiff ist total luxuriös ausgestattet, so daß direkt Kreuzfahrt-Feeling aufkam. Sicher, unsere Kabine der einfachsten Kategorie lag unter dem Fahrzeugdeck, in der Nähe des Maschinenraums, so daß wir dort einiges an Lärm und Vibrationen von der Maschine mitbekommen sollten, aber wir wollten dort ja sowieso nur schlafen – und das klappte später auch recht gut; schließlich sind wir in der Hinsicht ja von der „Alexander von Humboldt“ einiges gewohnt. Nach der wunderschönen Revierfahrt durch die Kieler Förde, wo sich schon einige Großsegler für die Zieleinfahrt des Volvo Ocean Races am kommenden Wochenende versammelt hatten, ging es erst mal los mit einer ausgedehnten Schiffserkundung, der ein gemütliches Sonnenbaden auf dem Sonnendeck folgte. Abends gab es, nach ein paar Problemen mit der Tischreservierung ein total leckeres skandinavisches Buffet im Restaurant „Oslofjord“ und vorher noch einen leckeren Cocktail in der „Princess Lounge“. Beim Buffet hätte mir eigentlich die Vorspeisen (Lachs und Hering in allerlei Variationen) sowie das Dessertbuffet gereicht. *g* Bald nach dem Abendessen stand einer der Höhepunkte der Fahrt auf dem Programm: die Unterquerung der Großen Beltbrücke.

Wenig später merkte ich, daß wir in den Wind drehten. Der Grund dafür sollte sich bald zeigen: ein Sea-King-Hubschrauber der dänischen Marine winschte einen verletzten bzw. erkrankten Fahrgast ab.

Der Abend klang gemütlich im „Lord Nelson Pub“ und anschließend im „Starlight Nightclub“ (mit Samba-Show) aus.

 

Samstag 08.06.2002

Heute hieß es Frühaufstehen, denn wir wollten früh zum Frühstück, da ich mir danach die Revierfahrt im Oslofjord nicht entgehen lassen wollte. Das Frühstücksbuffet im Restaurant „Crystal Room“ war mehr als üppig und auch hier gab es wieder die leckeren eingelegten Heringe, welche ich ja normalerweise so früh nicht verspeise, die aber heute dran glauben mußten. Die Revierfahrt im Oslofjord war wunderschön; stellenweise ist die Fahrrinne dort mehr als eng. Aufgrund der herrlichen Landschaft könnte ich mir durchaus vorstellen, auch dort einmal Urlaub zu machen.

 

In Oslo angekommen ging es ohne Zollkontrolle – hätte ich das gewußt, hätten wir mehr Alkohol mitnehmen können *g* - von Bord, so daß direkt die 280 km bis Transtrand in Schweden in Angriff genommen werden. Unterwegs stand der erste und einzige Elch des ganzen Urlaubs am Straßenrand und wartete drauf, daß wir ihn über die Straße lassen würde. Bald war auch Transtrand erreicht, wo Per Halvars, der Vermieter schon wartete, um die über Novasol gebuchte gemütliche Ferienwohnung zu übergeben, die wirklich nett und praktisch eingerichtet war.

Sonntag, 09.06.2002

Heute war ein kleiner Ausflug ins Transtrandfjäll, die karge Gebirgslandschaft oberhalb von Sälen und Transtrand, wo sogar im Juni noch ein bißchen Schnee lag, angesagt. Dort wurden erst mal die beiden regionaltypischen, mitten im Gebirge erbauten Kirchen – Tandadalen-Fjäll- und Sälen-Fjäll-Kyrken –, welche wohl beide richtiggehende „Hochzeitsfabriken“ zu sein scheinen, erkundet.

Von dort ging es dann weiter nach Sälen, wo dank der großzügigen schwedischen Einkaufsmöglichkeiten das Einkaufen von Lebensmitteln kein Problem war. Zurück am Ferienhaus mußten wir natürlich noch mal schnell testen, welche Temperatur der nur wenige hundert Meter vom Haus entfernte Västerdalälven hatte. Ergebnis: „Soooooo kalt...!“. *g*

Montag, 10.06.2002

Heute ging’s in Richtung Siljan-See. Erstes Ziel war der Björnpark Grönklitt, wo Bären und andere Tiere in natürlicher Umgebung gehalten werden. Hier wurde mir klar, warum es nicht viel nützt, vor Bären auf Bäume zu klettern, denn wir konnten sehen, wie die Viecher auf Bäume kletterten. Auch gab es dort eine Bärenmutter mit zwei noch richtig tapsigen Jungen. Die Mutter versuchte immer wieder, ihre Kinder ins Wasser zu locken – jedoch vergeblich. Vergleiche mit der Coca-Cola-Eisbären-Werbung drängten sich da auf. ;-) Außerdem konnte man dort noch einen echten Wolf und Polarfüchse sehen – sozusagen die lebende Outdoor-Werbung: der Wolf mit seinem Tatzenabdruck für Jack Wolfskin und der Polarfuchs mit seinem schwedischen Namen Fjällraven.

 

Weiter ging es vom Björnpark nach Mora am Siljan-See, wo ein kleiner Stadtbummel angesagt war.

Dienstag, 11.06.2002

Eigentlich wollten wir heute im TV das entscheidende WM-Spiel Deutschland vs. Kamerun anschauen. Extra wegen der Fußball-WM hatten wir eine Ferienwohnung mit Sat-Anschluß gewählt, aber leider war die Anlage defekt, so daß es nur für einen Faulenzertag reichte.

Mittwoch, 12.06.2002

Bekanntlich fließen in Dalarna der Öster- und der Västerdalälven zum Dalälven zusammen. Nachdem wir den eher ruhigen Västerdalälven ja schon kannten, ging es heute zum wilderen östlichen Bruder, wo auch die Landschaft deutlich wilder und schöner ist.

 

 

Nach einer kleinen Tour in der dortigen Gegend wurde der späte Nachmittag für eine Kanutour auf dem Västerdalälven genutzt.

Donnerstag, 13.06.200

Heute ging es noch mal an den Siljan-See, aber ans andere Ende, nach Läksand, einer schönen kleinen Stadt, die zum Bummeln einlädt. Von dort ging es weiter nach Falun – dort besuchten wir die große Kupfergrube Stora Kopparberget, die als das größte Weltwunder Schwedens gilt und sogar in das UN-Weltkulturerbe aufgenommen worden ist. Zusammen mit Roland, einem ehemaligen Bergmann mit sehr guten Deutschkenntnissen – wenn auch mit drolligem Akzent – ging es ca. 100 m unter Tage, wo er die wahrlich beeindruckende Geschichte der Grube vermittelte.

Zurück ging es dann über Rätvik und Mora, ehe der Tag mit einem gemütlichen Grillabend auf dem Balkon ausklang.

Freitag, 14.06.2002

Großreinemachen war angesagt, denn morgen sollte es nach Stockholm weitergehen.

Samstag, 15.06.2002

Von Transtrand nach Stockholm – trotz der Länge von nur ca. 400 km ein Sieben-Stunden-Trip, da in Schweden auf Landstraßen die Geschwindigkeitsbeschränkung häufig bei 70, ansonsten bei max. 90 km/h liegt und nur die letzten 80 km Autobahn mit erlaubten 110 km/h waren. Unser Hotel, das „Attachè“, war bald gefunden. Zwar machte die Gegend nicht gerade den besten Eindruck (dazu später mehr), aber das Hotel war dafür um so besser. Um die Stadt besser kennenzulernen, bot sich eine Stadtrundfahrt im Open-Top-Doppeldecker förmlich an, welche dann noch durch einen ausgiebigen Stadtbummel ergänzt wurde.

Sonntag, 16.06.2002

Der Eindruck bezüglich der Gegend hatte nicht getrübt – über Nacht war mein Auto aufgebrochen worden. All das Gepäck, welches nicht im Hotelzimmer lag, war weg: Outdoorklamotten, normale Klamotten, Kühlbox mit Alkoholika, mein Sanirucksack (besonders ärgerlich). Also mußte erst mal bei der Polizei Anzeige erstattet werden. Niedlich war die zuständige Polizistin, als ich angab, daß u.a. eine Flasche Bailey’s weg war. Ihr Kommentar: „Oh, das ist wirklich schrecklich!“. Nichtsdestotrotz mußte der Urlaub weitergehen und so ging es mit einem alten Schärendampfer aus dem 19. Jahrhundert auf eine Fahrt durch die wunderschöne Schärenlandschaft nach Waxholm.

 

Ein kleiner Bummel durch Gamla Stan, die Altstadt Stockholms, rundete den Tag ab.

 

Montag, 17.06.2002.

Spontan hatten wir beschlossen, noch einen Tag länger in Stockholm zu bleiben. Da im „Attachè“ kein Zimmer mehr frei war, mußten wir ins „Crystal Palace“ umziehen. Heute war eine zweistündige Bootsfahrt durch Stockholm angesagt.

 

Danach ging es zur Wachablösung vor’s Schloß.

 

Danach waren wir wieder in Gamla Stan, ehe der Tag mit einem nochmaligen Trip nach Waxholm beendet wurde.

 

Dienstag, 18.06.2002

Ein Tag auf der Autobahn: 700 km von Stockholm nach Ystad in Südschweden, wo die dortige Jugendherberge das erste Ziel war. Nach dem Einchecken ging es in die Stadt, welche durch ihre vielen Fachwerkhäuser einen sehr netten Eindruck macht.

Kaum zu glauben, daß ausgerechnet dort Henning Mankell die brutalen Morde seiner Kurt Wallander-Reihe spielen läßt. Abends ging es an den wunderschönen Sandstrand direkt hinter der Jugendherberge.

Mittwoch, 19.06.2002

Mit dem Zug ging es nach Malmö.

 

Nach einem kurzen Aufenthalt mit Stadtbummel fuhren wir über die Öresundbrücke mit phantastischer Aussicht auf den Sund weiter nach Kopenhagen. Um die Stadt in Kürze kennenzulernen, boten sich Stadtrundfahrt im Open-Top-Doppeldecker und Bootstour an.

 

Abends besichtigten wir dann noch Ales Stenar, eine prähistorische Schiffssetzung, also ein Steinmonument vergleichbar mit den Steinkreisen in Schottland oder Irland.

Donnerstag, 20.06.2002

Urlaubsende – nach kurzer Autofahrt nach Trelleborg konnten wir bald auf der „Nils Holgersson“ der TT-Line einchecken, welche uns nach siebenstündiger Fahrt, welche durch einen gemütlichen Saunabesuch an Bord verkürzt wurde, zurück nach Travemünde und damit nach Deutschland brachte.


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